CD-Besprechung "beleza!"

Ein Sommertraum
Ulla Haesen - "beleza!" von Frank Becker MUSENBLÄTTER / JAZZ   (www.musenblaetter.de)
Outra vez um sonho


Ulla Haesen hatte vor gut anderthalb Jahren schon mit ihrem wunderbaren Debüt-Album
"Love, Tears & Joy", das noch in bester Erinnerung ist, verzaubert, überzeugt und dem Ohr geschmeichelt. Mit ihrem traumschönen neuen Projekt "beleza!", was nicht anderes bedeutet als "Schönheit" setzt sie den Erfolg nicht nur fort, sie stockt ihn mit unnachahmlicher Eleganz und Musikalität noch auf.

Elf perfekt portionierte und instrumentierte Titel der bekanntesten Autoren und Komponisten des Bossa Nova hat sie für "beleza!" zusammengestellt: Stücke von
Djavan (Flor de lis), Joao Bosco (Varadero, Incomatibilidade de genios), Roberto Menescal (O barquinho),  Antonio Carlos Jobim (Vou te contar, Insensatez, Meditacao), Ivan Lins (O passarinho cantou/O Marinheiro, Aparecida), Joao Donato (Minha saudade), Joao Luis Nogueira (Sem vento). Das ist, mit Verlaub, allererste Sahne. Und was Ulla Haesen mit ihrem Studio-Ensemble daraus gemacht hat, ist die Sahne auf der Sahne. Sie sehen schon, daß ich von dieser Platte völlig hingerissen bin. Es ist aber auch tatsächlich so, daß man Besseres des Genres seit Jahren nicht zu Ohren bekommen hat. Die knapp 37 Minuten des Albums sind schlechterdings sensationell schön - "beleza!" eben.

Mit dem E-Gitarristen Lorenzo Petrocca und dem Gitarristen
Joao Luis Nogueira als Partner hat sie wahre Glücksgriffe getan, Jesse Milliner hat schon "Love, Tears & Joy" am Keyboard begleitet und Schlagzeuger Sinvaldo Vieria da Matta ist der perfekte Taktgeber, rhythmisch beschwingt und butterweich. So muß das sein. Als Gäste waren die Saxophonisten Peter Materna und Gabriel Perez eingeladen, ebenfalls Hochkaräter und Garanten. Aber noch ein paar Worte zur Hauptperson, zur Stimme und dem Spiel von Ulla Haesen. Höchst selten wird eine Mitteleuropäerin, zumal eine deutsche Musikerin zu finden sein, die wie sie die brasilianische Seele besitzt - und die muß man haben, will man den Rhythmus, den Zauber und eben die Seele des Bossa Nova vermitteln. Das alles hat und kann Ulla Haesen, derzeit mit Sicherheit die beste europäische Interpretin von Jobim. Lins, Donato & Co.

Der süße Schmelz von "Insensatez", "Minha saudade", "Vou te contar", "Aparecida" und "Meditacao", der mitreißende Swing von "Flor de lis", "Incomatibilidade de genios", "O barquinho" und "Varadero" ist wie Honig für Gemüt und Ohr, eine grüne Insel im hektischen Getriebe der Zeit. Eine der bisher schönsten CDs dieses Jahres und jedes Preises würdig. Von uns bekommt sie unsere höchste Auszeichnung: den Musenkuß!

Bereits jetzt ist die „beleza!“ in verschiedenen Buchläden der Eifel, (z.B. Pavlik in Kall und Wachtel in Gemünd) zu haben. Verkaufsstart für Internet-Bestellungen
ist der 5. Oktober 2012. Am 6.10.2012 gibt Ulla Haesen im Hotel Friedrichs, 53937 Gemünd (Eifel), ab 19.00 Uhr mit Jesse Milliner, Lorenzo Petrocca und Gabriel Perez das offizielle „Release-Concert“ für das neue Album. Da sollten Sie sich jetzt schon Karten sichern!

Interview

26.09.2012 um 21:20 Uhr bei der Sendung "Revista Viva" auf Radio Weser Bremerhaven (Tania und Clemens Pohlmann)

Termine 2011

Sonntag, 02.10.2011 11.00 Uhr: Jazzbrunch "Brazil Connection" im Hotel Friedrichs Gemünd.  Gustavo Bugni (keys), Mauro Martins (bass), Oliver Rohles (drums)
Montag, 05.09.2011: Interview im Radio Weser Bremerhaven
Mittwoch, 31.08.2011 ab ca. 21.00 Uhr: Interview in "Revista Viva" auf osradio 104,8
Sonntag, 07.08.2011 ab 19.00 Uhr: "Brazil Connection" Ulla Haesen Band, special guest: Lorenzo Petrocca im Hotel Friedrichs Gemünd
Samstag, 18.06.2011 ab ca. 19.00 Uhr: "Brazil Connection" Talk im Bahnhof Mechernich
Sonntag, 05.06.2011 ab 11.00 Uhr: Jazz Brunch "Brazil Connection" im Hotel Friedrichs Gemünd
Samstag, 28.05.2011: Nacht der Stimmen in Prüm

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CD-Besprechung bei soultrainonline.de

Die Kölnerin Ulla Haesen kam früh mit den deutschen Jazz-Urgesteinen Peter Fessler und Peter Lübke zusammen, was sicher eines der Hauptgründe dafür ist, dass sie sich musikalisch schließlich für Bossa Nova entschieden hat.

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